Bürgerschloss Bredeneek Bürgerschloss Bredeneek
Ein Schloss, das öffnet!

Projekte und Referenzen / Schule

Das Institut baut auf den bisherigen Aktivitäten der gemeinnützigen Stiftung Bürgerschloss Bredeneek e.V. sowie deren Kurator für Vernetztes Denken auf. Hierzu gehören u.a. die folgenden Projekte:

1. Ecopolicyade®: Weltweit größter Wettbewerb für Vernetztes Denken an Schulen

Wer regiert besser? Unter diesem Motto fand vor genau 10 Jahren erstmalig ein Wettbewerb im Vernetzten Denken zwischen Malenter Hauptschülern und Mitgliedern des Bildungsausschusses des Deutschen Bundestags in Berlin statt, den Kamerateams des KI.KA, des ZDF und von RTL sowie diverse Print- und Radiojournalisten begleiteten und den die Malenter Hauptschüler im Übrigen gewannen.

 

Dieses Ereignis bildete den Startschuss für den weltweit größten Wettbewerb für Vernetztes Denken an Schulen, an dem über 200.000 Schüler/-innen und 4.000 Schulen aus Deutschland teilnahmen. Der Wettbewerb wurde jährlich durchgeführt – letztmalig in 2012 – u.a. unterstützt durch die Bundeszentrale für Politische Bildung.

Im Rahmen des Wettbewerbes wurde ein fiktives Planspiel (ecopolicy® von Prof. Frederic Vester) an den Schulen durchgeführt, um die Schüler/-innen für Komplexität und Vernetztes Denken zu sensibilisieren. Dabei übernahmen die Schüler/-innen die Rolle eines Staatslenkers und mussten den Staat dauerhaft zum Wohlstand führen. Eine äußerst komplexe Aufgabe, die nur von denen bewältigt werden konnte, die nicht nur spielten, sondern sich vielmehr intensiv mit den entscheidenden Zusammenhängen zwischen den Teilbereichen einer Gesellschaft auseinandersetzten

 

2. Pilotprojekte (Projekttage an Schulen)

Unterstützt durch Verbändeförderung entwickelte die Stiftung Bürgerschloss Bredeneek e.V. in Zusammenarbeit mit der Consideo GmbH und mit dem multivision e.V. aus Hamburg im Rahmen des Projektes „Vernetzt gedacht: Schüler/-innen entwickeln Bilder und Beiträge für ein ressourceneffizientes, gutes Leben“ ein erstes Konzept für ein neues, 2-tägiges Projekttageformat an Schulen. Das Konzept wurde anschließend an 2 Schulen in Schleswig-Holstein und Hamburg erprobt.

Im Rahmen der 2 Projekttage wurden die Schüler/-innen vorab über modernstes Infotainment für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert. Anschließend entwickelten sie eigene Beiträge für ein zukünftig „ressourceneffizientes, gutes Leben“ – durch Einsatz der Qualitativen Ursache-Wirkungsmodellierung (Vernetztes Denken). Dabei fokussierten sie sich auf das gemeinsame Verbraucher­verhalten rund um das Thema „Schule“, um diese nachhaltiger zu gestalten. Die Fragestellungen lauteten z.B.: Was bringt uns Schüler/-innen dazu, Energie (Elektrizität und Wärme) an unserer Schule zu sparen, mehr auf ÖPNV auf unseren Schulwegen zu setzen, mehr vegetarische Kost und regionale Produkte in der Schul-Mensa nachzufragen oder weniger Ressourcen (z.B. Papier oder Wasser) zu verbrauchen?

Das konkrete Thema der Projekttage gab jeweils die Schule vor. Bei der Themenwahl wurde darauf geachtet, dass es sich um ein konkretes Problem an der Schule handelt und dass die Schüler selbst etwas verändern können. An der Hamburger Schule wurde das Thema „Unsere Schule is(s)t besser (nachhaltige Ernährung an der Schule)“ und an der Schule aus Schleswig-Holstein wurde das Thema „Autofreie Schulwege“ gewählt.

Bei der Bearbeitung der Themen wurden die Zusammenhänge (inkl. Wechselwirkungen) u.a. zwischen den 3 Nachhaltigkeitsdimensionen (Ökologie, Ökonomie und Soziales) berücksichtigt. Gleiches galt für die psychologischen und gruppendynamischen Faktoren – durch Beantwortung der folgenden Fragestellungen: Was sind die hemmenden Faktoren, die uns Schüler/-innen von einem nachhaltigen Handeln abhalten? Was muss sich ändern, damit jeder einzelne nachhaltiger agiert? Wie kann es erreicht werden, dass das nachhaltige Verhalten an der Schule belohnt und bestärkt wird – z.B. durch eine Anerkennung der Mitschüler/-innen? Wie kann ein Mitziehen des Umfeldes (Mitschüler/-innen, Eltern und Lehrkräfte) erreicht werden?

Hierdurch wurde auch die Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln adressiert, in dem die Schüler/-innen nicht nur konkrete Handlungsoptionen erarbeiten sollten sondern auch zum Handeln aufgefordert wurden.

Das Video „Vernetztes Denken und Nachhaltigkeit – Modeln an Schulen“ zeigt die generelle Vorgehensweise, ausgewählte Projektergebnisse und die Begeisterung der geladenen Gäste (Vertreter der Stadt, des Kreises und des Landes), die ankündigten, die von den Schülern erarbeiteten Konzepte für zukünftig „autofreie Schulwege“ umsetzen zu wollen. So wird z.B. der vorgeschlagene CO2-Wettbewerb zukünftig durch den Kreis Ostholstein durchgeführt.

„Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

BMUB

Video Schulprojekt

Presseartikel der Lübecker Nachrichten

3. Praxistransfer - Projekttage an Schulen

Das o.g. Format wurde anschließend an verschiedenen Schulen umgesetzt – in Zusammenarbeit mit Themenpartnern, die auch als Sponsoren wirkten, und der Consideo GmbH . So unterstützte die Stadtwerke Neumünster z.B. die Projekttage „Busfahren ist cool“ an der Gemeinschaftsschule Freiherr-vom-Stein-Schule in Neumünster. Die Ziele der Projekttage bestanden in der nachhaltigen Gestaltung des Stadtverkehrs und in der Attraktivitätssteigerung der ÖPNV-Angebote. Den SHZ-Artikel zu dem Praxisbeispiel finden Sie hier:

SHZ-Artikel dazu


Nicht nur die Landespolitiker (sie luden die Schüler/-innen anschließend zu einer Ergebnispräsentation in den Kieler Landtag ein) zeigten sich begeistert, so dass die Projekttage nun jährlich zu weiteren Themen fortgeführt werden.

Als weitere Beispiele können die Projekttage an den Schulen in Schwarzenbek (Kreis Herzogtum-Lauenburg) und Bargteheide (Kreis Stormarn) zum Thema „Müllvermeidung an der Schule“ genannt werden – unterstützt durch die AWSH Abfallwirtschaft Südholstein GmbH.

 

4. Arbeitsgruppen an Schulen

Neben den o.g. Projekttagen wurden bereits weitere Formate an Schulen umgesetzt und erprobt. Hierzu gehören auch die Arbeitsgruppen an Schulen, die begleitend zum Schuljahr verliefen, wie z.B. die langjährige, erfolgreiche f.u.n. pack Berlin Initiative, die u.a. durch die Stiftung Naturschutz Berlin aus Mitteln der Trennstadt Berlin, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin sowie Transfer 21 gefördert wurde.

f.u.n.pack berlin gab Schülerinnen und Schülern Impulse für einen nachhaltigen Umgang mit Verpackungen und unterstützte Berliner Schulen dabei, Jugendlichen mit systemischem Denken ein Mittel an die Hand zu geben, um ein umweltbewusstes Handeln und Denken in ihren Alltag zu integrieren.

Die Initiative wurde anschließend fortgeführt in Zusammenarbeit mit der Berliner Stadtreinigung (BSR).

Zitat

 

 

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