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Konkrete Projekte für eine nachhaltige Zukunft

Innenminister überreicht Förderbescheid an das Institut für vernetztes Denken - 16 Aktivegionen beteiligen sich an dem Kooperationsprojekt

VON SILKE RÖNNAU

BREDENEEK. Für das landesweite Kooperationsprojekt,,Jugend gestaltet nachhaltige Zukunft" steht in den kommenden drei Jahren eine halbe Million Euro zur Verfügung, Schüler der neunten bis elften Klassen sollen in Projektwochen eigene Themen entwickeln: und umsetzen.

Einen entsprechenden Förderbescheid überreichte Innenminister Hans-Joachim Grote an Günter Kalin, Geschäftsführer des Instituts für genetztes Denken, das das Projekt umsetzt und dafür zwei neue Mitarbeiter einstellt. Die Besonderheit: 16 der 22 Aktivregionen im Land beteiligen sich an dem Programm mit insgesamt 320 000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Landesprogramm Ländliche Räume. Weitere 130 000 Euro kommen von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH), 50 000 Euro muss das Institut selbst beisteuern.

,,Wir wollen Schülern die Struktur des vernetzten Denkens nahebringen", erklärte Kalin. Aus jeder Aktivregion können drei Klassen teilnehmen, sodass es insgesamt 48 Projektwochen gebe. ,,Es geht um Fragestellungen aus dem wahren Leben", nannte Günter Möller, Regionalmanager der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz, unter anderem die Themen Mobilität, nachhaltige Ressourcennutzung und Klimaschutz. Die Auswahl erfolge in enger Absprache mit den Aktivregionen, um sicher zugehen, dass die Schüler nicht für die Schublade arbeiten, sondern auch Änderungen herbeiführen und konkrete Maßnahmen anschieben können.

Die Aktivregionen sehen in dem Projekt eine Chance, junge Menschen für eine Zukunft auf dem Lande zu begeistern und sie in den Dörfern zu halten. Hans-Werner Hansen, der das Projekt mit initiiert hat, fügte hinzu, dass man die Zukunft den Jugendlichen nicht einfach aufsetzen, sondern sie einbeziehen wolle. Sie lernten, wie sie komplexe Themen reflektieren, mit welchen Methoden sie an ihre zukünftigen Aufgaben herangehen und wo sie Unterstützung bekommen könnten.

Mit dem Projekt sollen Schüler für die Themen Regionalpolitik, Nachhaltigkeit und vernetztes Denken sensibilisiert werden, so Grote. Die Zusammenhänge für Nachhaltigkeit sollen sie selbst erarbeiten und dabei auch das eigene Konsum- und Alltagsverhalten kritisch hinterfragen. ,,Das erklärte Ziel ist es, Anderungen für den Regionen herbeizuführen und konkrete Maßnahmen anzuschieben", erklärte der Minister.

Auch für EKSH-Geschäftsführer Stefan Sievers ist das Projekt wichtig: ,,Die Ideen und Antworten der zukünftigen Erwachsenen können schon heute spannende Impulse für unser Zusammenleben liefern, "

Quelle: Kieler Nachrichten v. 18.3.2018

 

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